Artikelreihe für Einsteiger Teil II – Was ist Bitcoin?

Im ersten Teil haben wir uns damit beschäftigt, welche Probleme es aktuell in unserer Finanzwelt gibt und was diese für uns bedeuten können. Wer also diesen Teil noch nicht gelesen hat, dem empfehle ich das jetzt noch schnell nachzuholen.

 

Eine kurze Zusammenfassung der zwei Hauptprobleme gibt es jetzt trotzdem noch:

 

1.     Alle Zahlungen über das Internet benötigen bisher eine Bank oder einen Zahlungsdienstleister wie PayPal als Drittpartei, da diese die Transaktionen kontrollieren müssen. Dadurch ergeben sich aber einige Probleme wie erhöhte Transaktionskosten, Sicherheitsbedenken oder Einschränkungen der Privatsphäre.

2.     Die Menge unseres Geldes wie des Euros oder Dollars ist nicht an eine feste Größe gebunden. Bedeutet, dass Regierungen und Banken diese Geldmenge relativ einfach beeinflussen können. Eine steigende Geldmenge führt hier bspw. zu einer Inflation. Das heißt die Preise für Produkte steigen an und dein verdientes Geld verliert mit der Zeit an Kaufkraft.

 

In diesem Artikel soll es nun hauptsächlich darum gehen, was Bitcoin überhaupt ist und wie dessen Eigenschaften die genannten Probleme lösen könnte. Die genaue Funktionsweise und wie das Ganze technisch funktioniert, sparen wir uns für den nächsten Artikel auf. 

 

Bei der Recherche für diesen Artikel ist mir aufgefallen, dass es nur wenige kurze Erklärung zu den Grundlagen von Bitcoin gibt. Viele Artikel steigen direkt tief mit der Technologie und anderen komplizierten Vorgängen ein. Ich bin aber der Meinung, dass dies für den Anfang gar nicht nötig ist. Deshalb möchte ich mit der Frage beginnen: „Kann man Bitcoin einfach erklären?“

Bitcoin kurz erklärt?

Na klar! Bitcoin ist ein dezentrales, digitales und globales Netzwerk über das Menschen sich direkt gegenseitig Werte zusenden können, ohne sich persönlich vertrauen bzw. kennen zu müssen. Diese Transaktionen laufen ohne Überwachung einer Regierung, eines Unternehmens oder einer Bank ab. Deshalb wird es auch als dezentralisiertes Netzwerk bezeichnet, da es von niemandem kontrolliert wird. Jede Person mit einem Computer oder Smartphone kann daran teilnehmen, es grenzt dadurch niemanden aus.

 

Im Netzwerk können die Teilnehmer sich Werte in Form von Bitcoins zusenden. Dies geschieht zu 100% digital, bedeutet es gibt im Gegensatz zu unserem alltäglichen Geld keine physischen Scheine oder Münzen. Die Anzahl der im Netzwerk zu Verfügung stehenden Bitcoins ist auf Basis einer mathematischen Formel auf 21 Millionen Stück begrenzt. 

 

Das war es eigentlich auch schon. Für den Anfang muss man sich nur diese zwei Dinge merken:

 

1. Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk über das sich die Teilnehmer Werte in Form von Bitcoins direkt ohne Drittpartei senden können.

 

2. die Anzahl der Bitcoins im Netzwerk ist auf insgesamt 21 Millionen begrenzt.

 

Die einzelnen Eigenschaften schauen wir uns jetzt im Folgenden genauer an.

Wer hat Bitcoin erfunden?

Satoshi Nakamoto
Bis heute weiß niemand, wer hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt.

Das weiß so genau niemand. Das Whitepaper, also die Beschreibung der Grundlagen des Netzwerkes sowie die mathematischen Grundlagen, wurden von einem Pseudonym namens Saotoshi Nakamoto erstellt und 2008 dann veröffentlicht.

 

Bis ca. 2010 wurde unter diesem Pseudonym in verschiedenen Foren und E-Maillisten kommuniziert, seitdem gibt es aber keine weiteren Nachrichten oder Lebenszeichen. Bis heute weiß man deshalb nicht wer oder was sich hinter diesem Pseudonym verbirgt. Eine Frau? Ein Mann? Eine Gruppe? Ein Unternehmen oder sogar ein Staat? Man wird es vielleicht nie erfahren. 

 

Das könnte aber auf lange Sicht auch Vorteil sein. Denn wie bei unserem tagtäglich benutzten Internet gibt es keine zentrale Person die man bspw. verklagen oder verhaften könnte, um das gesamte Netzwerk lahmzulegen. Aus diesem Grund ist das Netzwerk auf sich selbst gestellt und alle Innovationen sowie Veränderungen werden direkt von den Netzwerkteilnehmern entwickelt. 

Welches Problem löst Bitcoin?

Wie du dir vielleicht denken kannst, löst Bitcoin mehrere Probleme die unser aktuelles Finanzsystem besitzt. Aber das Hauptproblem, dass Satoshi Nakamoto beseitigen wollte war, Vertrauen in einem Netzwerk zu schaffen, ohne dafür eine Drittpartei wie Bank oder Zahlungsdienstleister zu benötigen. Wie du im ersten Artikel schon gelesen hast, trifft das perfekt auf das Double-Spending Problem zu. 

 

Mit Bitcoin funktioniert es zum ersten Mal, dass man ein digitales Gut nicht kopieren und dadurch mehrmals versenden kann, ohne dass eine Drittpartei dies kontrolliert. Dadurch wurde es möglich, ein digitales Bargeld zu schaffen, das sich Menschen in einem Netzwerk gegenseitig zu senden können, ohne sich zu vertrauen und ohne dass eine Drittpartei wie eine Bank oder ein Dienstleister involviert sein muss.

 

Wenn man sich diese Errungenschaft mal genauer durch den Kopf gehen lässt, ist dies schon eine wirklich atemberaubende Erfindung, die einige uns bekannter System verändern könnte.

 

Insgesamt hat Satoshi Nakamoto aber zum einen ein riesiges, globales und dezentrales Netzwerk sowie ein neue Form von Geld bzw. Wertspeicher entwickelt. Diese zwei Dinge schauen wir uns im Folgenden einmal genauer an.

 

 

Ein globales dezentralisiertes Netzwerk

Zunächst einmal ist Bitcoin einfach ein dezentrales und globales Netzwerk. Es wird von niemandem kontrolliert und alle Netzwerkteilnehmer können direkt untereinander interagieren. Das Netzwerk besitzt unterschiedliche Eigenschaften die dazu führen die bestehenden Probleme unseres Finanzsystems zu lösen.

 

Die für mich sieben wichtigsten Punkte habe ich dir hier einmal genauer erläutert:

1. Dezentral

Dezentrales Netzwerk
Staaten und Banken sind die zentrale Regulierung unseres Finanzsystems.

Unser bestehendes Geld wird zentral von Regierungen und Banken verwaltet. Im Gegensatz dazu gibt es im Bitcoinnetzwerk keine übergeordnete Instanzen die Transaktionen kontrollieren oder die sich im Umlauf befindende Menge an Bitcoin regulieren kann. Deshalb spricht man auch von einem dezentralisierten Netzwerk. 

Das bedeutet, dass niemand im Netzwerk deinen Account löschen, eine Transaktion verweigern oder dir andere Dinge vorschreiben kann. Es besitzt niemand die Verantwortung und Kontrolle über das Netzwerk. Die Dezentralisierung führt zu zahlreichen Vorteilen wie geringeren Kosten oder der Zugang zum Finanzsystem für viele Milliarden Menschen auf der Welt, die aktuell kein Bankkonto besitzen, da sie dafür keine Voraussetzungen oder den Zugang besitzen.

Wie zuvor schon beschrieben ist auch der Erfinder des Netzwerkes nicht bekannt. Dadurch verstärkt sich der Effekt der Dezentralisierung nochmals, denn es kann kein Vorstand, Geschäftsführer oder ähnliches direkt angegriffen werden und für das Netzwerk verantwortlich gemacht werden. Dadurch ist es auch für Regierungen die das Bitcoinnetzwerk regulieren möchten sehr schwer dies durchzuführen.

Du kannst dir also merken: Bitcoin gehört niemandem und wird von niemandem kontrolliert.

2. Verhinderung von Betrug

Betrug Banken
Die zentrale Verwaltung von Bank- und Kreditkartendaten vereinfacht Hackerangriffe.

Durch den Entfall der Drittparteien wie Banken oder Zahlungsdienstleister wie Kreditkartenfirmen werden Angriffspunkte für Hacker beseitigt. Da die Bankdaten oder Kreditkarteninformationen nicht mehr zentral gespeichert werden, sondern das Netzwerk dezentral auf viele Teilnehmer aufgeteilt ist, gibt es für Kriminelle keinen zentralen Punkt für einen Angriff. 

Die Transaktionen werden durch das Netzwerk selbst abgesichert und das Double-Spending Problem wird ohne Dritte gelöst. Der Aufwand, die Server der Banken oder Zahlungsdienstleister zu sichern und das Bargeld fälschungssicher zu machen, kann dadurch erspart werden.

3. Sicherheit

Sicherheit Bitcoin
Auf Grund der Kryptographie ist es beinahe unmöglich das Bitcoinnetzwerk zu manipulieren.

Über 200 Milliarden US Dollar werden aktuell im Bitcoinnetzwerk gespeichert. Dies ist ein gigantisches Vermögen, dass von Menschen weltweit gehalten wird und das alles ohne eine zentrale Verwaltungsstelle. Trotz dieser riesigen Zahlen kam es in den zehn Jahren des Bestehens von Bitcoin keinen direkten Verlust von Bitcoin im Netzwerk. Das Netzwerk lief die komplette Zeit bisher reibungslos.

 

Möglich wird dies durch den Einsatz von Kryptographie, die das Netzwerk absichert. Wie das im Genauen konkret abläuft, erläutere ich euch im nächsten Artikel. Nur so viel dazu: durch die Kryptographie und dem Aufbau des Netzwerkes ist es zum einen beinahe unmöglich das Netzwerk zu manipulieren und zum anderen gibt es für Kriminelle keinen wirklich Anreiz dies zu tun.

 

Jetzt wirst du dich vielleicht wundern, denn in den Medien wurde schon häufiger über Angriffe auf Bitcoin berichtet, bei denen mehrere zehntausende Bitcoins gestohlen wurden. Das ist richtig, nur muss man hier klar zwischen Bitcoinbörsen, auf denen du Bitcoins kaufen kannst und dem Bitcoinnetzwerk unterscheiden. Denn, wie zuvor erwähnt, ist jede Stelle auf der Werte zentral gespeichert werden, ein perfekter Angriffspunkt und dazu zählen auch die existierenden Bitcoinbörsen.

 

4. Unveränderbar und unzensurierbar

Bitcoin unveränderter
Transaktionen im Bitcoinnetzwerk können nicht rückgängig gemacht und unterbunden werden.

Alle Transaktionen die du im Bitcoinnetzwerk tätigst sind unwiderruflich und du kannst diese nicht wieder rückgängig machen. Im Gegensatz zu einer falsch abgebuchten Lastschrift oder einer Überweisung mit falschem Empfänger, die von der Bank zurückgebucht werden kann, ist dies bei Bitcoin nicht möglich. Zudem können keine Transaktionen zurückgewiesen werden. Jeder Teilnehmer kann jedem anderen Teilnehmer eine beliebige Menge an Bitcoin senden.

 

Diese Einschränkung klingt erstmal sehr unvorteilhaft, denn dadurch kann es zu Problemen kommen, wenn man bspw. einen Zahlendreher bei der Eingabe des Empfänger-Adresse hat. Eine Rückbuchung ist aber alleine aus dem Grund nicht möglich, da im Netzwerk keine verantwortliche Instanz existiert, die die Transaktionen nochmals kontrollieren könnte. Der Vorteil ist aber auch, dass die Transaktionen nicht manipuliert werden können, sodass bspw. ein Dienstleister Abbuchungen mehrmals tätigt und man als Kunde dagegen machtlos ist.

 

5. Fälschungssicher

Fälschungssicher
Aktuelle Geldscheine können mit hohem Aufwand gefälscht werden. Bei Bitcoin ist dies nicht möglich.

Kriminelle gelingt es immer wieder Geldscheine zu fälschen und in den Umlauf zu bringen. Die Zentralbanken der Staaten versuchen natürlich mit großem Aufwand die ausgegebenen Geldscheine so fälschungssicher wie möglich zu machen, um die Vervielfältigung so schwer wie möglich zu machen. Als Privatperson kann man die Euroscheine bspw. durch einige Merkmale selbst verifizieren und bestätigen, dass diese echt sind. Aber wer kennt die Merkmale denn wirklich?

Bei Bitcoin ist eine einfache Vervielfältigung nicht möglich, denn das Netzwerk würde sofort erkennen, wenn Bitcoins illegal hinzugefügt werden. Man kann zudem jeden einzelnen Bitcoin selbst über bestimmte Dienste verifizieren und dadurch sicherstellen, dass es ein „echter“ Bitcoin ist. Wie dies genau funktioniert folgt in einem weiteren Artikel.

6. Bitcoin kennt keine Grenzen

Bitcoin macht keine Unterschied bei Herkunft, Alter, Bildung oder Vermögen.

Überweisungen in Deutschland oder auch innerhalb der EU sind ziemlich einfach durchzuführen und günstig. Wenn es aber um Überweisungen in andere weiter entfernte Länder geht, dann wird es schwierig. Hierfür benötigst du zumeist einen Zahlungsdienstleister wie WesternUnion oder Paypal. Dabei entstehen dann aber sehr hohe Kosten entweder durch Transaktionsgebühren oder durch die Umrechnung der Währungen. 

 

Das Bitcoinnetzwerk dagegen macht keinen Unterschied daraus, ob du in den USA oder in der Türkei sitzt, ob du reich bist oder arm oder wie alt du bist. Die Transaktionsgebühren sowie die Geschwindigkeit mit der Transaktionen durchgeführt werden bleiben immer gleich. Man kann sich das wie bei einer E-Mail vorstellen. Wenn du nun eine E-Mail nach Australien sendest ist dies der gleiche Vorgang wie bei einer E-Mail in das Nachbarhaus.

 

Insbesondere durch unsere im weiter voranschreitende Globalisierung ist dies ein wirklich notwendiger Schritt. Das Netzwerk kennt keine Grenzen, schließt niemanden aus und läuft rund um die Uhr. Jede Person kann ein eigenes Bitcoin-Wallet eröffnen, ohne jemandem um Erlaubnis fragen zu müssen.

 

Bitcoin diskriminiert niemanden, sondern behandelt alle genau gleich.

 

Wie du siehst bringt so ein dezentrales Netzwerk in Vielzahl an Vorteilen mit sich, die den Umgang mit Geld auf der ganzen Welt verändern könnte, wenn es richtig eingesetzt wird.

 

Neben einem dezentralen Netzwerk hat Satoshi Nakamoto gleichzeitig auch noch eine weitere Innovation entwickelt: eine neue Art von Geld und Möglichkeit wie wir Werte speichern können.

 

 

Eine neue Form von Geld

Im Bitcoinnetzwerk können die Teilnehmer Werte in Form von Bitcoins versenden. Die Eigenschaften dieser Coins könnte den Umgang mit Geld sowie die Varianten die wir aktuell zur Speicherung von Vermögen verwenden in Zukunft verändern.

Für mich sind die folgenden vier Punkte beachtenswert.

1. Begrenzte Menge

Die Menge der Bitcoin im Netzwerk ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Aktuell sind bereits knapp 18 Millionen BTC im Umlauf.

Dass die Geldmenge des Euros, US Dollars oder Yen von den Staaten und Banken der Welt kontrolliert wird, muss hier nicht nochmals erwähnt werden. Beim Bitcoin ist die Anzahl der Bitcoins aber mathematisch auf 21 Millionen Stück begrenzt. Das bedeutet, dass wenn du heute 0,1 Bitcoin besitzt, du ganz genau weißt, dass auch in 100 Jahren du genau 0,1 Bitcoin von 21 Millionen als Eigentum haben wirst. Da keine zentrale Instanz diese Menge ändern kann, sondern das Netzwerk über diese Menge entscheidet, könnte Bitcoin als ein sehr guter Wertspeicher fungieren.

 

Wann man auf die Geschichte der Zahlungsmittel und Wertspeicher in unserer Geschichte blickt, wird eines klar: man tendiert immer zum knappsten, vorhanden Gut, denn das eignet sich am besten als Wertspeicher. Dies ist auch einer der Gründe wieso wir Gold als so wertvoll erachten, denn auch das ist in nur begrenzter Menge im Erdreich vorhanden. Bitcoin hat gegenüber Gold den großen Vorteil, dass wir ganz genau wissen wie groß die Menge der jemals vorhanden Bitcoin sein wird und dass es wesentlich einfach zu transportieren bzw. zu versenden ist.

2. Deflationäre Entwicklung

Die Anzahl der Bitcoin die dem Netzwerk zugeführt werden verringert sich mit der Zeit immer weiter und stoppt ca. im Jahr 2140 vollständig.

Neben einer begrenzten Menge besitzt Bitcoin noch eine weitere interessante Eigenschaft: die Verteilung der Coins ist deflationär. Die EZB wird bspw. Geldmenge des Euros in Zukunft weiter erhöhen, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Menge voraussichtlich niemals verkleinern. Bedeutet, für die Menschen ist es sinnvoller das Geld direkt auszugeben anstatt es zu sparen, da die Kaufkraft in der Zukunft geringer sein wird. 

 

Beim Bitcoin hingegen verringert sich die Anzahl der Coins die jedes Jahr dem Netzwerk hinzugefügt werden kontinuierlich. Aktuell befinden sich knapp 17.960.000 Bitcoins im Umlauf (hier kannst du genau sehen wieviele Bitcoins aktuell vorhanden sind) und es kommen in den nächsten ca. 120 Jahren nur noch drei weitere Millionen hinzu. Im Jahr 2140 werden dann überhaupt keine Bitcoins mehr dem Netzwerk hinzugefügt. Dies hat zwei entscheidende Vorteile: man weiß ganz genau wie sich die Menge an Bitcoin in den nächsten Jahren entwickeln wird und der Anreiz ist größer sein Vermögen anzusparen, da der Wert über einen längeren Zeitraum stabil bleiben sollte. 

 

Mit diesen Eigenschaften könnte sich Bitcoin zukünftig zu einem perfekten Wertspeicher entwickeln, der nicht verändert werden und auch über lange Zeit Vermögen von Menschen speichern kann.

3. Teilbarkeit

Ein einzelner Euro kann in 100 Cent unterteilt werden. Ein Bitcoin wiederum in 100.000.000 Satoshi.

Unseren Euro kannst du maximal in 100 Cents aufteilen und somit als kleinste Größe jemandem 1 Cent zahlen. Das reicht für unsere reale Welt im Supermarkt auch aus, aber wenn man an unsere digitale Welt denkt, wären noch kleine Beträge teilweise sehr sinnvoll.

 

Genau das schafft der Bitcoin. Dieser kann nochmals in bis zu 100.000.000 Satoshi (so wird die kleinste Einheit nach dem Erfinder Satoshi Nakamoto bezeichnet) eingeteilt werden. Dadurch könnte es in Zukunft möglich werden, im Internet sogenannte Mikrotransaktionen mit geringsten Beträgen durchzuführen. Ein Anwendungsbeispiel wäre bspw. der Kauf von einzelnen Online-Zeitschriftartikeln ohne dafür ein ganzes Abonnement abschließen zu müssen.

4. Deine eigene Bank

Mit Bitcoin benötigst du keine Bank mehr, um dein Vermögen aufzubewahren.

Um aktuell dein Gehalt zu erhalten oder dein Geld aufzubewahren (ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass du dein Geld unter deinem Kopfkissen lagerst) benötigst du ein Bankkonto. Das bedeutet auch, du hast dein Geld die meiste Zeit nicht in deiner eigenen Hand, sondern vertraust immer auf die Banken.

 

Mit Bitcoin wirst du wiederum zu deiner eigenen Bank. Denn hier kannst du deine privaten Adresse, mit der du Zugriff auf deine Bitcoin hast, auf deinem Computer, Smartphone oder anderen Geräten speichern und sie befinden sich dadurch wirklich in deinem Besitz. Natürlich liegt nun auch die Verantwortung für die Sicherheit in deinen Händen, aber hast wiederum kompletten Zugriff und freie Entscheidungsgewalt über deine Bitcoins.

 

 

Was kannst du nun mitnehmen?

Wie du gesehen hast, lässt sich die Frage „Was ist Bitcoin?“ eigentlich sehr schnell beantworten. Man kann es aber auch detaillierter erläutern, wenn auch dieser Artikel in keinster Weise alle Aspekte genau beleuchtet. Der Überblick sollte aber genügen, um die Vorteile und Möglichkeit von Bitcoin zu erfassen und sich von hier weiter vorantasten zu können.

Bitcoin ist eine wahnsinnig spannende Erfindung die unterschiedliche Bereiche und Disziplinen unseres heutigen Finanzsystems verändern könnte. Es ist eben nicht nur eine riesiges dezentrales Netzwerk, sondern ebenfalls eine neue Form von Geld bzw. ein neuer Wertspeicher. 

Die angesprochenen Eigenschaften stellen selbstverständlich nicht nur Vorteile dar, sondern können natürlich auch Nachteile sein. Das wird sich aber mit der Zukunft und der praktischen Anwendung des Netzwerkes zeigen, da wir nach zehn Jahren auch noch komplett am Anfang stehen. Habt ihr Fragen zum Artikel? Dann schreibt sie mir einfach unten in die Kommentare.

Im nächsten Artikel möchte ich euch dann die technische Funktionsweise genauer erläutern. Wie funktioniert so eine Transaktion ohne Drittpartei? Wie kann man Bitcoins senden und empfangen? Und warum ist das Netzwerk so sicher? 

Wenn du noch mehr über Bitcoin erfahren möchtest, dann findest du auf meiner Seite noch weitere Artikel und Listen zu meinen Top-Podcasts, den besten Artikeln, Büchern und Videos zum Thema Bitcoin. 

Auf meinem Twitter-Feed unter @bitcoinreadyde poste ich aktuelle Beiträge, Podcasts oder Videos zum Thema Bitcoin, die ich immer wieder entdecke. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir folgt.

Weiterführende Quellen

Artikel
Bücher
Videos
Podcastfolgen
 

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