5 Mythen über Bitcoin – Was ist wirklich dran?

Wenn man die Berichterstattung über Bitcoin in den Mainstreammedien verfolgt, dann landet man direkt bei vielen Kritiken zum Thema Energieverbrauch oder Aussagen, dass Bitcoin nur von Kriminellen verwendet wird. 

Für Einsteiger wirken diese Nachrichten direkt abschreckend und man geht häufig schon voreingenommen an das Thema Bitcoin heran, ohne es konkret zu verstehen. Häufig beschäftigen sich die Menschen dann überhaupt nicht mehr mit Bitcoin und lassen es direkt links liegen, was wiederum für die weitere Verbreitung von Bitcoin in der Gesellschaft kontraproduktiv ist.

Mir persönlich ist die negative Berichterstattung in den Medien ein Dorn im Auge, insbesondere da die meisten Annahmen über Bitcoin falsch sind und nur zur Verunsicherung beitragen. Aus diesem Grund habe ich einmal fünf Mythen herausgesucht, die ich häufiger lese bzw. höre und schaue wie viel Wahrheit wirklich darin steckt.

Über jeden einzelner dieser Punkte hätte man einen einzelnen Blogbeitrag schreiben können, deshalb habe ich versucht die Abschnitte so kurz wie möglich zu halten. Wer noch mehr über die Annahmen lesen möchte, findet wie immer am Ende des Artikels weiterführende Quellen.

"Die Menge der Bitcoin kann einfach erhöht werden"

Die Anzahl der jemals möglichen Bitcoin im Netzwerk sind mathematisch auf 21 Millionen begrenzt. Wie sich diese Zahl zusammensetzt, habe ich in diesem Grundlagenartikel über Bitcoin kurz erklärt. Diese digitale Knappheit, ist eine der Eigenschaft von Bitcoin die unsere finanzielle Zukunft komplett verändern könnte und Bitcoin zu einem der besten Wertspeicher unserer Menschheitsgeschichte macht.

Die Gesamtmenge sowie deren Entwicklung ist mathematisch genau festgelegt.

Nun kommen häufig Stimmen auf, dass diese Anzahl ja einfach in Zukunft abgeändert und bspw. erhöht werden könnte. Dadurch würde Bitcoin seinen größten monetären Vorteil und wahrscheinlich auch einen großen Teil seines Wertes verlieren. Ist es also überhaupt möglich, dass sich die Menge von Bitcoin zukünftig einfach so ändern lässt? Die Antwort ist: natürlich! Die mathematische Begrenzung der Menge ist eigentlich nur eine Spielregel an die sich alle Teilnehmer einigen bzw. halten. Und Bitcoin an sich ist nur ein Netzwerk mit offenem Code, bedeutet jeder Teilnehmer kann die Spielregeln selbst abändern und bspw. die Menge auf 40 Millionen Bitcoin erhöhen.

Das Problem für die Person oder Gruppe mit den neuen Spielregeln ist, dass sich auch alle andere Teilnehmer aus dem ursprünglichen Bitcoin-Netzwerk nun auf die neuen Spielregeln einigen und vom ursprünglichen Netzwerk „wechseln“ müssten. Es ist also absolut möglich, die Begrenzung abzuändern, die Frage ist nur, ob die sich genug Netzwerkteilnehmer auch darauf einigen würden. Aus spieltheoretischer Sicht ist das aber ziemlich unwahrscheinlich, denn Menschen tendieren zum Netzwerk mit dem größten Wert und der höchsten Teilnehmerzahl. Mit steigendem Wert und Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerkes wird Bitcoin immer interessanter für neue Einsteiger.

Wie beschrieben erhält Bitcoin insbesondere durch die mathematische Begrenzung einen so hohen monetären Wert und wenn man diese Begrenzung verändert, würde sich dies ändern. Welchen Anreiz haben die Teilnehmer des Netzwerkes dann die Spielregeln zu ändern? Eine Veränderung würde wahrscheinlich dem Wert des Netzwerkes schaden und die Teilnehmer würden zusammen gegen den großen Vorteil von Bitcoin arbeiten.

Ein Punkt der hier besondere Rolle spielt ist, dass bei Bitcoin, im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen, keine übergeordnete Instanz existiert, die über die Menge der Bitcoin im Netzwerk bestimmen kann. Aus diesem Grund spielt das Verhalten der Netzwerkteilnehmer eine so große Rolle. 

Wie ihr seht, ist es absolut möglich die Menge der Bitcoin im Netzwerk abzuändern und das sogar ziemlich einfach. Das Problem, auf der anderen Seite aber auch der Vorteil von Bitcoin ist, dass die Teilnehmer über die Spielregeln bestimmen. Und aus psychologischer Sicht versuchen Menschen meist das für alle Teilnehmer beste Ergebnis zu finden und bei Bitcoin ist dies die gemeinsame Einhaltung der Spielregeln, um den Wert des Netzwerkes zu erhalten.

"Es ist zu spät, um in Bitcoin einzusteigen,"

Als ich das erste Mal von Bitcoin gelesen (hier könnt ihr nochmal meinen Weg zu Bitcoin nachlesen) und mich dann dazu entschieden hatte etwas Geld zu investieren, schreckte mich der Preis von knapp 7.000 € pro Bitcoin ab und ich dachte mir: „Wieso soll ich mir jemals einen ganzen Bitcoin leisten können?“. So geht es sicherlich vielen Einsteigern, die sich zuvor nicht mit Bitcoin beschäftigt haben.

Die Annahme, dass man stets nur einen ganzen Bitcoin kaufen kann, kann man direkt aus der Welt schaffen: So ein einzelner Euro in 100 Cent aufgeteilt werden kann, so kann ein einzelner Bitcoin in 100.000.000 Satoshi unterteilt werden. Die Bezeichnung Satoshi stammt vom Pseudonym des Herausgebers des Bitcoin Whitepapers Satoshi Nakamoto. Da ein Bitcoin aufgeteilt werden kann, könnt ihr auch ganz einfach ganz gerne Anteile an Bitcoin kaufen. Bspw. ergeben aktuell (Stand: Januar 2020) 1.000.000 Satoshi knapp 64 €. 

Ein einzelner Bitcoin lässt sich bis in zu 100.000.000 Satoshi unterteilen.

Insbesondere für Einsteiger die Bitcoin zunächst einmal ausprobieren möchten, aber auch für die Erstellung eines Bitcoin-Sparplans ist die Möglichkeit geringste Anteile an Bitcoin zu kaufen hervorragend geeignet. Wenn ihr z.B. mit Bittr einen Sparplan erstellt, reichen bereits sehr geringe Beiträge, um in Bitcoin zu investieren. Wie man einen solchen Bitcoin-Sparplan einrichtet, habe ich in diesem Artikel beschrieben. 

Ein weiterer Punkt, der häufig auftaucht ist die Annahme, dass es sich überhaupt nicht mehr lohnt in Bitcoin einzusteigen. Der Preis sei schon so hoch und man hätte vor vier oder fünf Jahren einsteigen müssen, um wirklich einen guten Gewinn zu machen. Dies kann man in zwei Bereiche unterteilen: zum einen, ob der Preis in Zukunft noch weiter steigt und welche Rolle Bitcoin denn im Finanzsystem spielen wird.

Ob der Preis von Bitcoin in Zukunft noch weiter steigen wird, kann natürlich niemand vorhersagen, aber die monetären Eigenschaften und Möglichkeiten die Bitcoin bietet sind bisher einmalig. Zudem gibt es bereits einige Modelle wie bspw. das Stock-to-Flow Modell von Plan B, die wesentlich höhere zukünftige Preise voraussagen. Selbstverständlich muss man mit solchen Preisvorhersagen sehr vorsichtig umgehen, aber wenn auch nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass diese Preisvorhersagen eintreten, dann kann es sich schon lohnen einen geringen Betrag zu investieren.

Wie ich bereits in den Artikeln über die Gründe für Bitcoin und Bitcoin als Wertspeicher ist es außerdem sinnvoll Bitcoin im Zusammenhang mit unserem aktuellen Finanzsystem zu betrachten. Die Zentralbanken bzw. Regierungen pumpen immer mehr Geld in den Wirtschafskreislauf, um diesen am Leben zu halten. Die Renditen der Staatsanleihen sind (beinahe) alle im negativen Bereichen und eine weitergehende Digitalisierung unseres Geldes ist höchstwahrscheinlich. Bitcoin könnte für diese Probleme als eine Möglichkeit darstellen seine Werte dem aktuellen Finanzsystem zu entziehen.

Im Hinblick auf den Bitcoinpreis und die mögliche Rolle von Bitcoin in unserem Finanzsystem stehen wir höchstwahrscheinlich noch sehr am Anfang. Wahrscheinlich realisieren wir erst in ein paar Jahren wie früh wir uns im Jahr 2019 in der Entwicklung von Bitcoin noch befanden. 

Aus diesem Grund ist es sicherlich keine schlechte Idee sich mit dem Thema zu beschäftigen und möglicherweise auch schon Beträge darin zu investieren. Bitcoin ist ein sogenanntes asymmetrisches Investment: das Risiko, dass die Investition scheitert, ist vorhanden, aber die möglichen zukünftigen Renditen sind dagegen unglaublich hoch.

"Bitcoin ist zu volatil, um es zu benutzen."

Als großer Nachteil wird häufig die starke Volatilität von Bitcoin angebracht. Beim Kauf von Waren könnte es dazu kommen, dass der Preis in Euro danach bspw. stark fällt und niemand kann wirklich einschätzen wie viel die Ware jetzt wirklich gekostet hat. 

Das ist natürlich im Moment noch ein großes Problem, das nicht von Hand zu weisen ist, aber man muss dafür ein paar Details genauer betrachten. Zum einen existiert Bitcoin bis zum heutigen Tage ca. zehn Jahre lang, das ist für ein Geld oder eine Anlageklasse eine verschwinden geringe Lebenszeit. In dieser Zeit hat Bitcoin eine Marktkapitalisierung von ca. 120 Milliarden US-Dollar, also die Gesamtmenge an Geld die sich derzeit im Netzwerk befindet, erreicht. Wenn man bedenkt, dass bspw. Gold derzeit eine Marktkapitalisierung, dem Gesamtwert eines Assets, von ca. 9,5 Billionen USD besitzt, wird deutlich wie gering der Wert von Bitcoin noch ist.

Im Vergleich zu anderen begrenzten Assets besitzt Bitcoin eine sehr geringe Marktkapitalisierung.

Diese geringe Marktkapitalisierung führt dazu, dass bereits einzelne Transaktionen mit einem gewissen Volumen zu einer hohen Schwankung des Preises führen können. Dies wird sich nur ändern, wenn die Marktkapitalisierung weiter ansteigt und mehr Geld in Bitcoin fließt. Dadurch wird die Volatilität abnehmen, da nur noch wirklich große Transaktionen den Preis stark beeinflussen können.

Wenn Bitcoin in Richtung der Marktkapitalisierung von Gold streben möchte, dann ist diese hohe Volatilität völlig normal. Kein Markt wird es schaffen von Null auf über neun Billionen US Dollar, ohne starke Schwankungen anzuwachsen. Der Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt und die Menschen sind natürlich im Anfangsstadium noch sehr vorsichtig, denn niemand weiß natürlich inwiefern sich Bitcoin entwickeln wird. Man kann davon ausgehen, dass Bitcoin wie jedes Asset ein bestimmtes Preisniveau erreichen und dort seine Preisstabilität finden wird, wodurch die Preisvolatilität mit Laufe der Zeit abnimmt. Bis dieser Zustand erreicht ist, können natürlich noch einige Jahre vergehen.

Die hohe Volatilität des Bitcoinpreises ist im Moment beim alltäglichen Kauf von bspw. Lebensmitteln ein großes Problem. Aber diese Volatilität existiert nur, wenn man Bitcoin mit einem anderes Asset oder einer Währung wie dem Euro vergleicht. Sieht man Bitcoin als Rechnungseinheit an, dann existiert diese Volatilität nicht mehr, denn ein Bitcoin bleibt stets ein Bitcoin. Man könnte sich das so vorstellen, das ein Auto nicht mehr zwei Bitcoin kostet, da der Bitcoinpreis aktuell bei 10.000 Euro steht, sondern da die Kosten eines Autos mit zwei Bitcoin berechnet werden.

Ob es hierzu in ferner Zukunft kommen wird, ist natürlich sehr fraglich, denn dazu müsste zunächst einmal geklärt werden, ob Bitcoin überhaupt als eine Rechnungseinheit verwendet werden soll. Aber es macht deutlich, dass die hohe Volatilität voraussichtlich nur ein derzeitiges Problem darstellt.

"Der hohe Energieverbrauch von Bitcoin ist schlecht für die Umwelt."

In der aktuellen Zeit mit der Debatte über Klimawandel und dem Versuch die Klimaziele zu erreichen, wird häufig der hohe Energieverbrauch von Bitcoin stark kritisiert. Artikel wie Bitcoin verbraucht mehr als Strom als ganz Dänemark oder dass man mit der gleichen Strommenge doch viel mehr anstellen könnte, entstehen in den großen Medien, die von vielen gelesen werden.

Solche Überschriften schrecken natürlicherweise viele Menschen erst einmal ab und Bitcoin wird sofort als große Stromverschwendung dargestellt. Man muss darauf hinweisen, dass das Bitcoin-Netzwerk einen hohen Energieverbrauch besitzt, aber was bei genauerer Betrachtung dieser Artikel auffällt, ist die falsche Einschätzung wofür diese Energie überhaupt eingesetzt wird.

Der hohe Energieverbrauch entsteht durch das sogenannte Mining, das die Grundlage des Netzwerkes bildet. Wer sich jetzt nochmal genauer anschauen möchte wie das Ganze konkret funktioniert, dem empfehle ich dieses Video. Einfach ausgedrückt halten die Miner das gesamte Netzwerk am Laufen. Sie überprüfen bzw. validieren die einzelnen Transaktionen, sodass bspw. niemand seine Bitcoins mehrmals ausgibt und verwandeln diese Transaktionen dann in die einzelnen Blöcke der Blockchain.

Der hohe Energieverbrauch ist also essenziell für die Sicherheit des Netzwerkes und es könnte ohne diese Energie überhaupt nicht existieren. Denn umso höher der Energieeinsatz, umso sicherer wird das Netzwerk gegenüber Angreifern von außen, denn diese müssen ebenfalls diese Energie einsetzen, um Transaktionen zu verändern. Durch die Sicherheit des Netzwerkes entsteht dadurch ein immer höherer Wert, denn die Teilnehmer können davon ausgehen, dass das Netzwerk nicht angegriffen werden kann und ihre Werte sicher gespeichert sind.

Aus diesem Grund ziehen die meisten Medien in ihren Artikeln den falschen Vergleich. Man muss nämlich den Energieverbrauch von Bitcoin mit dem gesamten Energieverbrauch zur Sicherstellung des aktuellen Finanzsystems vergleichen und nicht nur bspw. mit Kreditkartentransaktionen. Denn um das Finanzsystem mit Bargeld, Banken oder digitalen Zahlungen zu sichern, ist ebenfalls ein enormer Aufwand verbunden. Man müsste hierfür auch sämtliche Prozesse wie das Drucken von Bargeld, dem Stromverbrauch der Banken bzw. deren Server sowie alle Energie die von Personal oder Sicherheitsunternehmen zum Transport hinzuzählen. Dann würde der Vergleich mit dem Bitcoin-Netzwerk wahrscheinlich eher schlecht aussehen.

Der Einsatz von Energie ersetzt all diese Bereiche des aktuellen Finanzsystems.

Als weiter Punkt wird häufig die Verwendung von Energiequellen mit hohen CO2-Ausstoß zum Bitcoin-Mining kritisiert. Hierfür muss man die zwei Kostenfaktoren der Miner betrachten: Hardware und Strom. Da Mining auf der ganzen Welt ortsunabhängig betrieben werden kann, suchen sich die Miner die Orte auf der Welt mit den geringsten Stromkosten. Diese findet man meist in Regionen in den viel Strom produziert wird, der aber nicht gespeichert bzw. weiter transportiert werden kann. Dieser überschüssige Strom wird zumeist günstiger weiterverkauft und durch die Miner zur Sicherung des Netzwerkes verwendet werden. 

Natürlich besteht immer noch das Problem, dass auch Kohlekraftwerke überschüssigen Strom produzieren, wodurch zum Mining nicht zu 100 % Ökostrom verwendet wird. Aber bei erneuerbaren Energien haben wir aktuell größere Probleme den überschüssigen Strom zu speichern. Ein gutes Beispiel hierfür ist Island: Das Land besitzt viele erneuerbare Energien, ist aber zu weit vom Festland entfernt, um den überschüssigen Strom zu verkaufen bzw. zu transportieren. Dieser kann also sehr günstig durch Miner verwendet werden.

Wie ihr seht, ist die Diskussion über den Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerkes in Teilen schon berechtigt. Aber von vielen Menschen wird der Energieverbrauch von Bitcoin aus dem falschen Blickwinkel betrachtet. Die Energie wird nicht verschwendet, sondern ist die Grundlage und garantiert Sicherheit des gesamten Netzwerkes.

"Das Netzwerk könnte von außen angegriffen werden."

Eine weitere Sorge besteht darin, dass das Bitcoin-Netzwerk von außen angegriffen werden könnte und man seine in Bitcoin gespeicherten Werte verliert. In der jetzt knapp zehnjährigen Geschichte von Bitcoin gab es bisher noch nie den Fall, dass Netzwerkteilnehmer ihre Bitcoin durch einen Angriff von außen verloren haben. Alle Meldungen über gestohlene Bitcoins durch Kriminelle handeln nicht von Angriffen auf das eigentliche Bitcoin-Netzwerk, sondern auf Exchanges auf denen man mit Bitcoin handeln kann. Aus diesem Grund gilt immer noch der Grundsatz, dass man niemals seine Bitcoin-Guthaben auf Plattformen im Internet speichern sollte.

Nun stellt sich aber auch die Frage, ob nicht eine Regierung oder eine andere Gruppe mit großen finanziellen Mitteln und hohem Aufwand das Netzwerk angreifen könnte. Andreas Antonopoulos hat das in diesem Video sehr gut beschrieben:

Ein Angriff auf das Bitcoin-Netzwerk ist über eine sogenannte „51 %-Attacke“ möglich. Hierbei versucht man mit einer sehr hohen Rechenleistung, 51 % des Netzwerkes bzw. der Miner zu kontrollieren, um dann bspw. Bitcoins mehrmals ausgeben zu können. Wie Andreas Antonopoulos im oben verlinkten Video aber erklärt, hat das Bitcoin-Netzwerk mittlerweile eine solche Größe erreicht, dass dies einen enormen finanziell Aufwand bedeuten würde, da das Bitcoin-Netzwerk bereits eine enorme Größe erreicht hat. Der Energieverbrauch und die Rechenpower aller Miner ist so hoch, dass dies bspw. für eine einzelne Regierung oder Gruppe nicht mehr möglich ist. Und selbst wenn dies funktionieren würde, könnten sie damit nur eine Transaktion doppelt ausführen, anschließend würden sie bereit die Kontrolle über das Netzwerk wieder verlieren.

Man sieht, dass für einen wahnsinnigen Aufwand nur ein sehr, sehr kleiner Profit entstehen würde. Mit dem aufgebrachten finanziellen Aufwand wäre es effizienter, sich einfach selbst beim Mining zu beteiligen, um dann darüber neue Bitcoins zu erhalten. Bitcoin besitzt ein Anreizsystem, dass es für Kriminelle viel sinnvoller ist, sich an die allgemeinen Spielregeln zu halten, als dagegen zu arbeiten. Dieses Anreizsystem ergibt mit immer weiter voranschreitender Zeit einen großen Kreislauf, denn es wird für jeden Teilnehmer immer wertvoller sich an die Spielregeln zu halten, als dagegen zu arbeiten.

Es zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Bitcoin-Netzwerk von außen angegriffen wird, bei nahezu Null liegt. Die Tatsache, dass es sich bei Bitcoin um ein Netzwerk aus vielen Millionen Teilnehmern handelt, die davon profitieren, wenn das Netzwerk weiterhin stabil bleibt, gibt es für Kriminelle kaum Anreize gegen Regeln zu handeln.

Fazit

Es gibt einige Mythen bzw. Missverständnis über Bitcoin, die insbesondere von den Mainstreammedien verteilt werden. Selbstverständlich steckt hinter diesen Berichten teilweise ein kleines Stück Wahrheit, aber häufig werden diese ohne konkretes Hintergrundwissen bzw. falsche Annahmen über Bitcoin verfasst. Dies führt dazu, dass sich viele Gerüchte bei Einsteigern festsetzen.

Schaut man aber einmal genauer auf diese Mythen zeigt sich schnell, dass diese meist einfach aus der Luft gegriffen sind und keine wirkliche Argumentation beinhalten. Aus diesem Grund wird es in Zukunft auch wichtig sein, Einsteigern die wirklichen Vorteile von Bitcoin aufzuzeigen, damit so viele Menschen wie möglich davon profitieren können.

Wenn ihr noch mehr über Bitcoin erfahren möchtet, dann findet ihr auf meiner Seite noch weitere Beiträge sowie Listen zu PodcastsArtikelnBüchern und Videos zum Einstieg in das Thema Bitcoin. 

Auf meinem Twitter-Feed unter @bitcoinreadyde poste ich aktuelle Beiträge, Podcasts oder Videos zum Thema Bitcoin, die ich immer wieder entdecke.

Weiterführende Quellen

Artikel
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