5 Gründe die für Bitcoin und gegen Altcoins sprechen

Wenn man als Einsteiger in die Kryptowelt mit der Recherche beginnt, dann stößt man automatisch neben Bitcoin auf unzählige Kryptowährungen, die sogenannten Altcoins. Aber worum genau handelt es sich dabei und ist es sinnvoll in diese zu investieren? Genau um diese Fragen soll es in diesem Blogbeitrag gehen.

Zunächst möchte ich euch zeigen was Altcoins überhaupt sind und wieso die Frage „Bitcoin oder Altcoins?“ so häufig aufkommt. Danach habe ich euch fünf Gründe zusammengestellt, wieso Bitcoin Vorteile gegenüber den anderen Kryptowährungen besitzt und wieso sich ein Investment in Bitcoin am sinnvollsten ist.

Dies soll ausdrücklich kein Investment Ratgeber sein, ich gebe hier nur meine aktuelle Meinung und Sicht wieder.

Was versteht man unter Altcoins?

Die Bezeichnung Altcoin leitet sich ab von „Alternative Coin“ und beschreibt vereinfacht gesagt, alle Kryptowährungen neben Bitcoin. Es gab bereits vor der Einführung von Bitcoin im Jahr 2009 erste Kryptowährungen, die aber aus unterschiedlichen Gründen gescheitert sind. Bitcoin war aber die erste, die wirklich funktionierte und ist bis heute die Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung (der rechnerische Gesamtwert aller der sich im Umlauf befindenden Coins).

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Kryptowährungen neben Bitcoin entwickelt und auf dem Markt gehandelt. Diese sogenannten Altcoins besitzen meist unterschiedliche Eigenschaften zu Bitcoin. Beispielsweise unterscheiden sie sich in der Verteilung und Menge der ausgegebenen Coins, den technischen Eigenschaften wie der Anzahl der möglichen Transaktionen pro Minute oder der Mechanismus hinter der Sicherung des Netzwerks. Häufig handelt es sich dabei aber auch einfach um einfache Kopien des Bitcoinprotokolls, nur unter einem anderen Namen. Aktuell sind alleine bei www.coinmarketcap.com über 2000 Altcoins gelistet.

Die Liste der existierenden Altcoins beträgt weit über 2000.

Auch Altcoins haben unterschiedliche Einsatzziele: von der Funktion als Wertspeicher, über das Ziel schnelle Zahlungen zu tätigen bis zur Finanzierung von unterschiedlichen Internetplattformen. Alleine hier den Überblick zu behalten ist schon eine enorme Aufgabe. Die große Frage dabei ist, welchen Wert besitzen diese Projekte bzw. Altcoins überhaupt? Werden diese wirklich benötigt, um ein Projekt umzusetzen oder kann ich in ihnen einen Wert besser speichern als in Bitcoin?

Über diese Fragen könnte man einen mehrseitigen Blogbeitrag schreiben und viel Energie und Zeit aufwenden. Hier möchte ich aber den Fokus auf die Vorteile von Bitcoin gegenüber Altcoins legen und versuchen zu erklären, wieso Bitcoin sich zu der Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung entwickelt hat.

Wieso überhaupt Bitcoin vs. Altcoins?

Wenn man sich häufiger auf Twitter über Bitcoin & Co. informiert, trifft man automatisch auf die Diskussion zwischen Bitcoin Anhängern und Altcoin Enthusiasten. Altcoins werden da gerne als Betrug oder Nachahmer von Bitcoin bezeichnet. Auf diese Diskussion möchte ich aber hier nicht weiter eingehen, wer mehr darüber lesen möchte, der sollte sich einfach einen Twitter-Account zulegen.

Viel wichtiger finde ich die Frage, wieso man (insbesondere als Einsteiger in diesem Thema) in Bitcoin investieren sollte und nicht in Altcoins. Wie du in diesem Artikel über die Entdeckung von Bitcoin nachlesen kannst, habe ich am Anfang auch zunächst viel Geld in Altcoins investiert und dadurch mein Portfolio im Jahr 2017 weit in die grünen Zahlen getrieben. Genauso schnell habe ich das Geld aber auch wieder beim tiefen Absturz aller Altcoins verloren.

Da auch uns in den nächsten Jahren sicherlich wieder ein weiterer starker Anstieg des Bitcoinpreises bevorsteht und dieser dazu führen wird, dass viele Neueinsteiger hinzukommen werden, ist es aus meiner Sicht wichtig, sich nicht von dem ganzen Hype blenden zu lassen. Das große Problem ist, dass man bei der ersten Recherche auf viele Versprechungen von Gewinnen im zehn- bis hundertfachen Bereich durch Altcoins liest. Dies war in den letzten Jahren auch teilweise möglich, aber eben nur mit einem hohen Risiko des Verlustes.

Der Anteil der Altcoins am Gesamtmarkt ist bisher bei steigendem Bitcoinpreis immer gestiegen.
Auf lange Sicht wird aber Bitcoin meiner Ansicht nach das bessere Investment sein, denn es wird nicht nur um die Gewinnmöglichkeiten gehen. Bitcoin ist viel mehr als nur ein System zum schnell reich werden. Bitcoin ist eine komplette neue Möglichkeit Werte digital zu speichern und diese grenzlos über die ganze Welt ohne kontrollierende Drittpartei zu versenden. Aus diesem Grund möchte ich mich auf die Vorteile von Bitcoin konzentrieren, um zu zeigen, wieso es die bessere Investmentmöglichkeit gegenüber Altcoins ist.

5 Gründe die für Bitcoin sprechen

Im Folgenden habe ich fünf Gründe zusammengestellt, die für Bitcoin als Investment gegenüber Altcoin sprechen. Wie du sehen wirst, geht es dabei nicht nur um technische Eigenschaften, sondern auch psychologische und ökonomische Kompenenten spielen bei Bitcoin eine sehr große Rolle.

First Mover Advantage und Liquidität

Der erste Grund ist ganz einfach: Bitcoin ist die älteste Kryptowährung auf dem Markt. Dadurch besitzt es den sogenannten First Mover Advantage. Das bedeutet, dadurch dass Bitcoin einen komplett neuen Markt erschaffen hat, besitzt es bereits schon einen riesigen Vorteil gegenüber allen anderen Kryptowährungen.

Mit der jetzt bereits über zehnjährige Existenz, kann es auf die längste Geschichte unter den Kryptowährungen blicken und zeigt dadurch, dass es sich bereits als stabilstes Netzwerk etabliert hat. Das Bitcoin-Netzwerk hat seit der Einführung im Jahr 2009 eine Uptime, also eine die Zeit in der ein Netzwerk funktioniert bzw. verfügbar ist, von 99,98 %. Dies bringt natürlich gegenüber den Nutzern ein großes Vertrauen in die Sicherheit des Netzwerkes. Oder wie Jimmy Song in diesem Artikel schreibt: Bitcoin hat seine Sicherheit mit der einzigen wirklichen Möglichkeit es zu testen bestätigt: Zeit.

Das Bitcoin Netzwerk funktionierte bzw. war 99,98 % der Zeit verfügbar.

Zudem besitzt Bitcoin durch die größte Marktkapitalisierung auch die höchste Liquidität. Das bedeutet, mit Bitcoin werden die meisten Transaktionen innerhalb der Kryptowährungen getätigt.

Im Gegensatz dazu besitzen die wenigsten Altcoins eine längere Geschichte als fünf Jahre. Die aktuell zweitgrößte Kryptowährung Ethereum wurde bspw. erst im Jahr 2015 eingeführt und besitzt nur knapp 1/6 der Marktkapitalisierung von Bitcoin. Wenn man nun annimmt, dass Bitcoin und Altcoins darum konkurrieren als bestes Zahlungsmittel bzw. Geldspeicher angesehen zu werden, dann wird eines schnell klar: Menschen verwendeten in der Vergangenheit und werden auch in Zukunft immer das Zahlungsmittel bzw. den Geldspeicher mit der höchsten Liquidität und der höchsten Sicherheit verwenden. Und das ist eben Bitcoin.

Aus diesem Grund wird Bitcoin wahrscheinlich seinen schon großen Vorsprung weiter gegenüber den Altcoins ausbauen. Unchained Capital schreibt in diesem Artikel, dass es einfach irrational wäre, Werte in kleinere, weniger liquide und unsichere Anlageklassen zu investieren, wenn größere, liquidere, sichere Optionen mit einer viel längeren Existenz vorhanden sind.

Der Netzwerkeffekt

Bitcoin hat einen gewaltigen Vorsprung gegenüber allen anderen Kryptowährungen: den starken Netzwerkeffekt. Unter dem Netzwerkeffekt versteht man, dass ein Netzwerk oder ein Produkt einen größeren Wert erhält, umso mehr Menschen es nutzen. Mit jedem einzelnen neuen Teilnehmer wird das gesamte Netzwerk für jeden wertvoller, da mehr Transaktionen möglich sind. Das gleiche Phänomen findet man vor allem bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Whatsapp. Umso mehr Menschen diese Dienste nutzen, desto wertvoller wird dieses Netzwerk für jeden einzelnen. Das ist jetzt natürlich nur eine vereinfachte Wiedergabe des Netzwerkeffekts von Bitcoin, denn dazu können noch weitere Bereiche hinzugezählt werden: die Akzeptanz bei Händlern oder auch die Rolle im Finanzsystem.

Ab einer bestimmten Netzwerkgröße, der sogenannten kritischen Maße, gibt es für Neueinsteiger in diesen Markt, keinen Anreiz mehr ein anderes Netzwerk zu wählen. Dies generiert dann einen eigenständigen Kreislauf: umso mehr Nutzer einem Netzwerk beitreten, desto größer wird dessen Wert und desto größer wird auch der Anreiz für neue Nutzer. Diese neuen Nutzer generieren wiederum einen größeren Wert und so weiter. Ab einem bestimmten Punkt ist dieser Prozess nicht mehr aufzuhalten und genau das ist auch der Fall bei Bitcoin.

Bitcoins Netzwerkeffekt wird im Laufe der Zeit weitere Nutzer anziehen.

Bitcoin führt den Kryptomarkt mit der höchsten Marktkapitalisierung an und Altcoins versuchen mit anderen Eigenschaften oder Änderungen der Eigenschaften von Bitcoin aufzuholen. Das bedeutet, sie versuchen bessere technischen Features, als Bitcoin zu entwickeln, um neue Netzwerkteilnehmer zu gewinnen. Dabei gibt es zwei Probleme:

1. Neueinsteiger werden sich immer an dem größten und liquidesten Netzwerk orientieren. Die Features des Altcoins müssten diesen Netzwerkeffekt übertreffen und größer sein als die Opportunitätskosten die jemand hätte, wenn er nicht in Bitcoin einsteigt. Das bedeutet die Sicherheit, Rendite und Liquidität müssten größer sein als die von Bitcoin, ansonsten wird der Neueinsteiger gegenüber Bitcoin verlieren.

2. Das selbe gilt ebenfalls für Personen die bereits Bitcoin besitzen. Diese müssten davon überzeugt sein, dass sie durch den Transfer ihrer Bitcoin zu einem anderen Altcoin einen höheren Gewinn bzw. einen anderen Vorteilen haben werden. Und dies würde auch nur der Fall sein, wenn die Mehrheit der Netzwerkteilnehmer wechseln würde. Jeder einzelne Teilnehmer müsste sich also fragen: Hat der Altcoin einen Mehrwert gegenüber Bitcoin und würden die anderen Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerkes diesen Mehrwert ebenfalls erkennen und ebenfalls wechseln?

Durch den immer weiter ansteigenden Wert von Bitcoin werden die Kosten eines Wechsels zu einem anderen Altcoin immer schwieriger und die Anreize für Neueinsteiger, aber auch Besitzer anderer Altcoins, bei Bitcoin einzusteigen immer größer. Viele Kritiker weisen aber auch darauf hin, dass Bitcoin zu langsam ist und einige Eigenschaften wesentlich verbessert werden können. Jimmy Song stellt aber in seinem Artikel die richtige Frage: Wenn technische Eigenschaften ein preistreibender Faktor wären, wieso besitzt dann ein Klon von Bitcoin (diese bestehen schon, da Bitcoin einfach nur ein öffentliches Protokoll ist, das jeder kopieren und abändern kann) mit verbesserten Features nicht eine höhere Marktkapitalisierung? Denn technische Eigenschaften spielen nicht die größte Rolle in einem Netzwerk, sondern das Vertrauen darin sowie die Anzahl der Teilnehmer.

Langfristig wird der Markt selbst entscheiden, wohin die Reise geht und ich bin inzwischen der Meinung, dass Bitcoin den größten Teil des Kapitals im Kryptomarkt schlucken wird, da es für die Menschen einfach keinen Anreiz mehr geben wird, in andere Kryptowährungen zu investieren.

Bitcoins Dezentralisierung

Bei Bitcoin und Altcoins kann man zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung unterscheiden: Bitcoin an sich ist ein dezentrales System. Darunter versteht man, dass es keine übergeordnete Person, Unternehmen oder Instanz gibt, die Bitcoin kontrolliert, dessen Eigenschaften (wie bspw. die Menge der jemals existierenden Bitcoin im Netzwerk) verändern oder als Angriffspunkt für staatliche Regulierung fungieren kann. Satoshi Nakamoto veröffentlichte 2009 das Whitepaper, vereinfacht gesagt, die Grundregeln des Netzwerkes, und verschwand einige Zeit später komplett von der Bildfläche. Bis heute weiß niemand wer hinter diesem Synonym steckt.

Der große Vorteil davon ist, dass Bitcoin keine einzelne Führungsperson oder ein Unternehmen hat, dass das Netzwerk kontrolliert. Das Netzwerk trägt sich mit seinen Teilnehmern komplett selbst und die Entscheidungen über Änderungen im Netzwerk werden komplett über die Wahl der Teilnehmer getroffen. Keine Einzelperson oder Gruppe kann dem Netzwerk neue Regeln aufzwängen oder die Kontrolle missbrauchen. Dadurch entsteht bei Bitcoin ein großes Vertrauen in die vorgegebenen Regeln, welche dem Netzwerk einen großen Wert geben.

Hinter der Entwicklung von Altcoins stehen immer einzelne Entwickler, Entwicklerteams oder auch Unternehmen, die Kontrolle über das Netzwerk ausüben und Entscheidungen selbständig treffen. Diese Zentralisation hat einen Vorteil: man kann Entscheidungen schneller treffen und bspw. neue Features schneller in das Netzwerk einbauen. Bei Zahlungsmitteln und Wertspeichern zeigt sich aber, dass die Menschen größeren Wert darauf legen, dass die Eigenschaften wie bspw. die Anzahl der Coins oder der Zeitplan der Erschaffung, sich nicht so schnell ändern lässt. 

Bei Geldsystemen besitzt das Vertrauen in die Stabilität und Einhaltung der Regeln eine große Bedeutung. Denn nur so ergibt es für die Teilnehmer Sinn das Geldsystem als Zahlungsmittel zu verwenden und Werte darin zu speichern.

Bitcoin ist komplett dezentralisiert. Altcoins werden hingegen meist von den Entwicklern beeinflusst.

Eine weitere Gefahr der Zentralisation eines Geldsystems ist, dass die Macht der Kontrolle häufig missbraucht wird. Wenn bspw. der Preis eines Altcoins ansteigt, dann ergibt dies für die kontrollierenden Personen den Anreiz, die Gesamtmenge der Coins auszuweiten, um noch mehr Gewinn zu generieren. Dadurch erzielt eine kleine Gruppe an Personen kurzfristig einen hohen Gewinn, doch das gesamte Netzwerk leider darunter, da das Vertrauen in die Kryptowährung zerstört wird.

Es zeigt sich, dass Altcoins alle zentralisierte Geldsysteme sind, deren große Gefahren der Missbrauch dieser Kontrolle durch einzelne Personen ist. Bitcoin hat den einmaligen Vorteil, dass es über einen längeren Zeitraum ohne kontrollierende Instanz organisch wachsen konnte und sich somit nur durch die Netzwerkteilnehmer zu dem entwickelt hat, was es heutzutage ist. Ein Altcoin mit den gleichen Eigenschaften, müsste also nun von einer Person entwickelt werden, diese müsste sich dann zurückziehen und das Netzwerk selbständig wachsen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies in Zukunft passiert, wird mit jedem Tag geringer, da Bitcoin immer weiter an Wert gewinnt und, wie bereits weiter oben geschrieben, die Opportunitätskosten zum Wechsel immer größer werden.

Bitcoin benötigt kein Marketing

Hast du schon jemals eine Werbung oder eine Anzeige zu Bitcoin gesehen? Wahrscheinlich nicht, denn Bitcoin ist ein Netzwerk und kein Produkt. Es besitzt keine Marketingabteilung, die Aufmerksamkeit dafür generieren muss. Bitcoin erzielt seine Attraktion, seinen Anreiz, alleine durch den Netzwerkeffekt, den Preis, die Features und die finanziellen Möglichkeiten. Die Bedeutung Bitcoins im Finanzsystem ist organisch über die letzten Jahre gewachsen. Durch die perfekten Eigenschaften als Wertspeicher sowie die Ereignisse in unserem aktuellen Finanzsystem wie Minuszinsen und steigender Inflation, hat sich Bitcoin ohne künstlichen Marketing zu einer vielversprechenden Alternative entwickelt.

Altcoins haben wiederum einen großen Rückstand auf Bitcoin und versuchen diesen durch aktives Marketing auf sozialen Plattformen und durch Verkündung besonderer Partnerschaften mit namhaften Unternehmen oder Banken aufzuholen. Dieser Aufwand ist nötig, da diese Altcoins nicht organisch gewachsen sind und sie nur mit ihren technischen Eigenschaften werben können, nicht aber mit dem so wichtigen Netzwerkeffekt oder der Dezentralisierung.

Viele Altcoins besitzen ähnliche Eigenschaften und haben aber trotzdem eine unterschiedliche Marktkapitalisierung. Das lässt darauf schließen, dass sich der Wert der Altcoins nur am Aufwand der Marketingaktivitäten orientiert und nicht an der wirklichen Nachfrage. Die Nachfrage wird so gesehen künstlich angeregt. Werden diese Marketingaktivitäten in Zukunft nicht weiter fortgeführt, dann werden Altcoins noch weiter Boden gegenüber Bitcoin verlieren, denn dieser benötigt diesen Aufwand nicht.

Bitcoin an sich besitzt sogar einen eingebauten Marketingzyklus, der ohne externen Eingriff funktioniert. Durch die Halbierung des Rewards, also der ausgeschütteten Menge an Bitcoin pro neuem Block, halbiert sich ca. alle vier Jahre das Angebot an neuer Bitcoin. Wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage stabil bleibt oder sich sogar erhöht, dann wird der Preis weiter ansteigen. Dadurch steigt der Anreiz zu investieren und der Preis erhöht sich weiter. Bei der nächsten Halbierung beginnt dieses Spiel wieder von vorn. Dadurch besitzt Bitcoin bereits einen „Marketing Feedback Loop“, der alleine durch die Regelung der Bitcoinerschaffung funktioniert.

Bitcoins eigenständiger "Marketing Feedback Loop".
Bitcoin ist kein Produkt, das großflächig beworben werden muss, um wachsen zu können. Genauso wie das Internet, das nicht beworben musste und auch heute nicht mehr beworben wird, ist Bitcoin etwas viel Größeres als Altcoins, die von Unternehmen und Entwicklerteams erschaffen werden, um diese dann mit hohen Marketingausgaben an die Menschen zu verkaufen.

Bitcoin als Wertspeicher

In den letzten Jahren gab es immer wieder Phasen in denen einzelne Altcoins einen wesentlich größeren Gewinn als Bitcoin gebracht haben. Das Problem dabei ist nur, dass diese Anstiege meist nur komplette Spekulationen sind und kein organisches Preiswachstum darstellen. Insbesondere Einsteiger können sich hier ordentlich die Finger verbrennen und viel Geld verlieren.

Einer der größten Vorteile von Bitcoin sind seine beinahe perfekten Eigenschaften als langfristiger Wertspeicher. Durch den genauen Zeitplan der Erschaffung der neuen Bitcoin im Netzwerk, der Begrenzung der Gesamtmenge und den Mechanismen die verhindern, dass der Markt auch bei Preisanstiegen mit neuen Bitcoin geschwemmt wird, ist Bitcoin womöglich der beste Wertspeicher, den unsere Menschheit jemals gesehen hat. In meinen Artikeln hier, hier und hier könnt ihr nochmals genauer nachlesen, wieso Bitcoin so ein guter Wertspeicher ist und woher es die Eigenschaft einer digitalen Knappheit erhält.

Ein bekanntes Bild: Die Entwicklung der Zunahme und Gesamtmenge Bitcoins.

Altcoins hingegen können diese Eigenschaften natürlich einfach kopieren, doch ohne die Dezentralisierung, die garantiert, dass bspw. die Gesamtmenge der Coins nicht verändert wird und einer bestimmten Netzwerkgröße, spielen sie als Wertspeicher keine Rolle. Aus diesem Grund kann man die Frage stellen, wieso man als Person einen Wert in Altcoins investieren sollte, wenn das Risiko sehr hoch ist alles zu verlieren.

Nur Bitcoin zeigt sich aktuell unter den Kryptowährung als ein solider Wertspeicher und dies wird sich womöglich auch nie ändern. Mit diesen Eigenschaften ist Bitcoin nicht nur ein langfristiger Wertspeicher, sondern eine Option Werte aus unserem aktuellen Finanzsystem herauszuziehen.

Wenn Menschen wirklich einen Teil ihres Vermögens aus den klassischen Anlageklasse herausnehmen möchten, dann werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kryptowährung mit den besten Eigenschaften, der höchsten Sicherheit und Liquidität wählen. Unchained Capital hat das in diesem Artikel aus meiner Sicht perfekt zusammengefasst:

„While certain monetary networks are larger and more liquid than bitcoin today (e.g. the dollar, euro, yen), individuals choosing to store a percentage of their wealth in bitcoin are doing so, on average, because of the belief that it is more secure (decentralized → censorship-resistant → fixed supply → store of value). And, because of the expectation that others (e.g. a billion soon-to-be friends) will also opt-in, increasing liquidity and trading partners.“

Fazit

Bitcoin besitzt eine Vielzahl an Vorteilen gegenüber Altcoins: Sicherheit, Lebenszeit, Dezentralisierung, Wertspeicher oder Größe. Die Kombination dieser Eigenschaften macht es zur größten und aus meiner Sicht auch vielversprechendsten Kryptowährung. Die anderen Altcoins versuchen diese Eigenschaften zu kopieren oder zu verbessern, um damit die Lücke zu Bitcoin zu schließen, aber dies wird ihnen nicht gelingen.

Bitcoin ist kein durch ein Unternehmen entwickeltes Produkt. Es benötigt kein eigenes Marketing, genauso wenig wie das Internet an sich kein Marketing benötigt. Es ist ein dezentrales, grenzloses und zensurresistentes Netzwerk, das für sich selbst spricht. Bitcoin kann sich eigentlich nur selbst schlagen, denn es hat bereits eine Größe erreicht, bei der keine andere Kryptowährung mehr mithalten kann.

Es gibt eine Frage, die euch dir stellen musst: Wieso solltet ihr euch überhaupt mit anderen Kryptowährungen beschäftigen, wenn ihr langfristig investieren und Werte speichern möchtet? Jede andere Kryptowährung müsste euch im Hinblick auf Sicherheit, Zensurresistenz, Liquidität und Wertspeicher einen höheren Wert bieten als Bitcoin.

Weiterführende Quellen

Artikel

 
Videos

 
Podcasts
 

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